Voigtländer VM 35mm f/1.2 Nokton II Review

Es gibt eine ganze Reihe von FE-Objektiven, aber es ist auch sehr interessant M-Objektive an einer Kamera der Sony A7-Serie zu nutzen. Ein besonders schönes M-Objektiv ist das Voigtländer VM 35/1.2 Nokton II. Es bietet eine sehr hohe Lichtstärke bei sehr kompakten Abmessungen und dazu noch eine tolle Abbildungsleistung.

Eigentlich ist es ja das, was man als Fotograf – insbesondere als Mirrorless-Fotograf – immer haben möchte: das Objektiv soll eine möglichst hohe Lichtstärke haben, aber es soll auch möglich kompakte Abmessungen haben. Wenn ich mir das Sony FE 35/1.4 anschaue, dann ist das nicht besonders kompakt. Hier kommt nun das Voigtländer VM 35/1.2 Nokton II, das deutlich kompakter ist und dabei auch noch eine höhere Lichtstärke bietet. Zwar hat es keinen Autofokus-Antrieb, aber wenn man es mit einem Techart-Pro-Autofocus-Adapter benutzt, dann wird per Adapter automatisch scharfgestellt. Um diese tolle Kombination Sony A7RII + Techart-Adapter + Voigtländer VM 35/1.2 geht es hier. Damit hat das Objektiv auch eine kürzere Naheinstellgrenze (wegen dem Adapter) und ist auch noch stabilisiert (wegen dem stabilisierten Sensor der Kamera).

Das Voigtländer VM 35mm f/1.2 Nokton II ist ein M-Objektiv. Es ist 62 mm lang, hat ein 52 mm Filtergewinde und wiegt 470 Gramm. Auch wenn ich es zuvor schon gesagt habe, das ist wirklich kompakt für diese Lichtstärke. Hier kommt auch der Vorteil des kurzen Auflagemaßes zum Tragen. Es kostet 1299 Euro, ist aber gebraucht unter 1000 Euro zu bekommen. Das Objektiv fasst sich sehr wertig an. Für die Größe fühlt es sich auch relativ schwer an. Es besteht hauptsächlich aus Metall und Glas. Der Fokusring ist etwas gedämpft und ohne Spiel. Der Blendenring ist ebenso sehr gut zu bedienen und rastet leicht in halben Blendenstufen per Klick ein.

Die optische Leistung des Objektivs finde ich sehr gut. Die Detailauflösung klasse, selbst bei Offenblende. Die Kontraste bzw. Mikrokontraste sind sehr ordentlich. Das Bokeh ein Traum, es fällt sehr weich und aufgrund der Lichtstärke reichlich aus.

Die Lichtstärke von f/1.2 führt zu einem enormen Freistellungspotential. Der Blickwinkel mit 35mm Brennweite ist ja eine leichte Weitwinkelbrennweite und in Kombination mit einer erstaunlichen Freistellung gibt das eine wirklich tollen Bildlook. Von Reportage bis Porträt finden sich hier viele Anwendungsbereiche. Man muss aber nicht alles offenblendig machen, abblenden geht natürlich auch 🙂

Hier sind einige Beispielbilder, die ich mit dem VM 35/1.2 via Techart-Adapter an der Sony A7RII gemacht habe:

Fazit

So macht es Spaß mit einer Mirrorless-Kamera zu fotografieren! Kamera und Objektiv geben eine sehr handliche Kombination. Das Objektiv macht aufgrund seines relativ hohen Gewichts und der Verarbeitung ganz aus Metall und Glas einen sehr wertigen Eindruck. Der Bildlook bei 35mm mit einem enormen Freistellungspotential ist sensationell. Die Bildqualität mit hoher Detailauflösung selbst bei Offenblende und sehr weichen Bokeh ist ein Traum. Dieses Voigtländer-Objektiv muss sich bestimmt nicht hinter Leica-Objektiven verstecken und kostet dabei noch deutlich weniger. Wer gerne manuell mit einer Festbrennweite fotografiert, wird hier viel Spaß haben und tolle Bilder machen können.

01.10.2017

You may also like

Leave a comment