Sony A6100

Die Sony E (APS-C) Übersicht

Ich bin letztens von Sony FE (KB) auf Sony E (APS-C) umgestiegen. Auch wenn alle gerade von Kleinbild-Mirrorless reden, finde ich die kompakteren Kameras und Linsen einfach besser geeignet, gerade wenn der Schwerpunkt auf der Reisefotografie liegt. Diese Woche hat Sony zwei neue Kameras aus der 6000er Serie vorgestellt. Das Angebot ist inzwischen etwas unübersichtlich. Ich möchte mit diesem Übersichtsartikel etwas Orientierungshilfe geben.

Als Sony das E-Bajonett im Jahr 2010 präsentierte, waren sie die ersten, die eine APS-C Mirrorless-Kamera anboten. Ich habe damals auch mal die NEX-5 ausprobiert, aber die NEX-Kameras waren noch nicht so ausgereift.

Der Generationswechsel kam dann, als im Jahr 2014 die A6000 vorgestellt wurde. Das war eine richtig gute Kamera in einem sehr kompakten Gehäuse. Es sollten einige weitere Kameras der 6000er Serie folgen, insgesamt gibt es nun sechs verschiedene Modelle.

Zwei Jahre nach der A6000 erschien dann Anfang 2016 die A6300 als Update. Viel hatte sich nicht geändert, Sensor und Autofokus waren etwas moderner. Nur ein halbes Jahr später im Herbst 2016 brachte Sony dann überraschenderweise noch die A6500 heraus. Sie wurde etwas höher positioniert und verfügte über IBIS (Sensorstabilisierung gegen Verwackeln). Diese drei Kameras wurde dann lange Zeit parallel zu unterschiedlichen Preisen verkauft. Heute bekommt man noch die A6000 ab 360€, die A6300 ab 630€ und die A6500 ab 920€.

Anfang 2019 hat Sony dann die A6400 vorgestellt. Sie war die erste Kamera einer neuen Generation der 6000er Modelle. Sie hat eine neues Autofokus-Modul, das sehr leistungsfähig ist (ähnlich Sony A9) und integrierten Eye-AF. Außerdem war sie die erste Kamera der 6000er Serie, wo man den Bildschirm nicht nur 90° sondern 180° klappen kann, was ich für Selfies sehr praktisch finde. Ich habe mir vor einigen Wochen die A6400 gekauft und bin damit sehr zufrieden.

Diese Woche hat Sony dann noch zwei weitere 6000er Modelle der neuen Generation vorgestellt. Insgesamt ist es damit wieder so, dass drei Modelle zu unterschiedlichen Preisen parallel verkauft werden. Die A6100 ist sozusagen das Grundmodell, wobei sie sehr viel mit den anderen Modellen gemeinsam hat. Es gibt ein paar Abstrichen bei den Videofunktionen, aber das ist nicht mein Thema, ich reden hier von den Fotofunktionen. Der einzige für mich erkennbare Nachteil bei der A6100 ist die geringere Auflösung des elektronischen Sucher. Wen das nicht stört, der bekommt hier eine sehr leistungsstarke, kompakte und günstige Kamera.

Die A6400 sitzt praktisch in der Mitte des Lineups. Sie hat die höhere Auflösung beim Sucher und ist schon ein paar Monate länger am Markt, ansonsten unterscheidet sie sich kaum von der A6100. Schließlich gibt es dann noch die neue A6600 als Topmodell. Sie verfügt über IBIS und hat ein minimal größeres Gehäuse, dass den größeren Akku aufnimmt. Insgesamt sind sich die drei aktuellen Modelle 6100/6400/6600 sehr ähnlich. Alle drei haben den um 180° klappbaren Touchmonitor und das moderne AF-Modul mit integrierten Eye-AF sowie die neue Generation des Benutzermenus.

Die A6100 hat einen Listenpreis von 900€, aber ich denke da wird sich bald ein niedrigerer Straßenpreis einpendeln. Die A6400 hat einen Listenpreis von 1050€ (aktueller Straßenpreis 890€). Die A6600 hat einen Listenpreis von 1600€. Die vorherige Generation der 6000er Serie mit 6000/6300/6500 wird man nun recht günstig kaufen können, z.B. die A6000 gibt es auf dem Gebrauchtmarkt inzwischen unter 300€. Empfehlenswert ist letztendlich die ganze Serie dieser Kameratypen.

Ich bin deswegen ein Fan der Sony APS-C Reihe, weil es auch einige schöne, kompakte, leistungsfähige Objektive dafür gibt. Ich selbst habe aktuell ein kompaktes Setup mit den drei Objektiven Sony 10-18/4, Sigma 30/1.4 und Sony 18-135/3.5-5.6. Gerade das 18-135 ist sehr kompakt, während es eine sehr gute optische Leistung liefert. Noch viel kompakter ist man mit dem 16-50/3.5-5.6 Pancake-Zoom unterwegs, was ich auch mag, aber hier muss man Abstriche bei der optischen Leistung machen. Diese Woche hat Sony dann noch das 16-55/2.8 neu vorgestellt. Das lichtstarke Standardzoom mit G-Label sollte sehr gute optische Leistungen bieten.

Im Telebereich hatte ich mal das 55-210/4.5-6.3 ausprobiert, was mich aber nicht so richtig überzeugen konnte. Deutlich interessanter finde ich da die andere Neuvorstellung von dieser Woche, das 70-350/4.5-6.3, welches mit G-Label daherkommt. Mit diesem Objektiv gibt es nun ein kompaktes Supertelezoom für Sony E, immerhin entspricht die Brennweite 105-525mm am Kleinbild. Dabei ist das Objektiv mit 625g Gewicht erfreulich leicht und handlich. Zum Vergleich, das FE 70-300 wiegt 854g und hat dabei noch 50mm weniger Brennweite. Hier macht sich der Unterschied zwischen APS-C und Kleinbild bemerkbar. Das FE 100-400/4.5-5.6 wiegt sogar 1400g.

Wer mit leichten Gepäck bzw. mit einer handlichen Kamera unterwegs sein möchte, die aber dennoch sehr leistungsfähig ist und eine professionelle Bildqualität liefert, der ist bei der Sony E Serie sicher gut aufgehoben. Ich fühle mich mit meinem kleinen Setup mit der A6400 jedenfalls gut aufgestellt.

30.08.2019

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3 comments

  • Oliver Uelsberg 29.10.2019   Reply →

    WIe empfindest DU die Sucher ? Ich finde dass diese bei Sonnenschein fast nicht mehr brauchbar sind, man sieht einfach nichts, welche Erfahrung hst Du gemacht ?

    • Martin 29.10.2019   Reply →

      Beim Sucher der A6000 ist mir schon mal aufgefallen, dass er hinsichtlich Größe/Auflösung nicht supertoll ist und auch bei starken Sonnenschein von der Seite teilweise etwas schwer abzulesen. Beim Sucher der A6400 ist mir das nicht aufgefallen; hier gehen Größe/Auflösung für mich in Ordnung und auch bei starker Sonne hatte ich keine Probleme damit. Viele Grüße, Martin

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